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Ratgeber

Nachhaltig entrümpeln: So landet weniger im Container

Weitergeben, trennen, richtig entsorgen – was mit Möbeln, Elektrogeräten, Kleidung und Sperrmüll passieren sollte, damit eine Entrümpelung nicht zur Müllschwemme wird.

3 Min. Lesezeit LeerHaus24

Eine Wohnungsauflösung bringt mehr Material zusammen, als man beim ersten Blick in die Zimmer vermutet. Ob davon der größte Teil verwertet oder verbrannt wird, entscheidet sich nicht im Container, sondern beim Ausräumen. Wer weiß, was wohin gehört, spart Ressourcen – und oft auch Geld. Ein Überblick.

1. Erst fragen: Kann das noch jemand brauchen?

Die nachhaltigste Entsorgung ist die, die nicht stattfindet. Bevor etwas in den Container geht, lohnt ein zweiter Blick:

  • Möbel in gutem Zustand: Sozialkaufhäuser, gemeinnützige Möbelbörsen, Verschenk-Portale, Nachbarschaft.
  • Kleidung und Schuhe (sauber, tragbar): Kleiderkammern, Sozialkaufhäuser, Sammelcontainer seriöser Organisationen.
  • Geschirr, Haushaltswaren, Bücher, Spielzeug: Sozialkaufhäuser, Bücherschränke, Kindergärten, Flohmärkte.
  • Funktionierende Elektrogeräte: Sozialkaufhäuser mit Elektroprüfung, Repair-Cafés, Verschenk-Portale.
  • Werkzeug und Gartengeräte: Nachbarschaft, Vereine, Leihläden.

Wenn Sie eine Firma beauftragen, fragen Sie ausdrücklich, ob brauchbare Gegenstände weitergegeben werden. Bei uns gehört die Prüfung auf Weiterverwendung zu jeder Entrümpelung dazu.

2. Dann trennen: Sortenrein ist das Zauberwort

Was nicht weitergegeben werden kann, sollte nach Materialien getrennt werden – schon beim Ausräumen, nicht erst am Wertstoffhof:

MaterialWas dazugehörtWohin
HolzMöbel ohne Beschichtung, Bretter, PalettenAltholz-Sammlung, Wertstoffhof
Beschichtetes HolzSpanplattenmöbel, LaminatAltholz (je nach Kategorie)
MetallBettgestelle, Regale, Töpfe, WerkzeugSchrott, Wertstoffhof
ElektrogeräteAlles mit Stecker oder BatterieElektroaltgeräte-Rücknahme, Wertstoffhof
Papier und KartonBücher, Akten, VerpackungenAltpapier
GlasFlaschen, Gläser (kein Fensterglas)Altglas
TextilienNicht mehr tragbare Kleidung, BettwäscheAlttextilien
SperrmüllMatratzen, Polstermöbel, TeppicheSperrmüll, Wertstoffhof
BauschuttFliesen, Steine, BetonBauschutt-Container

Sortenreine Trennung ist der Grund, warum wir beim Beladen nach Materialien sortieren, soweit sich das vor Ort machen lässt – auch wenn es länger dauert. Nur so wird aus Holz wieder Spanplatte und aus Metall wieder Metall.

3. Elektrogeräte: gesetzlich getrennt

Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher, Computer, Lampen – Elektroaltgeräte dürfen nicht in den Restmüll oder Sperrmüll. Sie enthalten wertvolle Rohstoffe und Bauteile, die getrennt erfasst werden müssen. Rückgabe: Wertstoffhöfe, große Elektrofachmärkte (kostenlose Rücknahme), Hersteller. Kleinere Elektrogeräte nehmen wir bei einer Entrümpelung mit und geben sie an den dafür vorgesehenen Annahmestellen ab; was eine gesonderte Annahme braucht, sprechen wir bei der Besichtigung an.

4. Kleine Mengen, die eine gesonderte Annahme brauchen

Der halbe Eimer Wandfarbe, die alten Batterien in der Küchenschublade, das Frostschutzmittel in der Garage: Das sind meist kleine Mengen mit großer Wirkung, wenn sie im falschen Müll landen. Sie gehören zum Schadstoffmobil, zum Wertstoffhof oder zu den Sammelstellen der kommunalen Abfallwirtschaft. Niemals in den Ausguss, niemals in den Restmüll.

Über eine Entrümpelungsfirma laufen solche Sachen nicht: Wir lassen sie stehen und sagen Ihnen das bei der Besichtigung offen, damit Sie am Räumungstag nicht davon überrascht werden. Fragen Sie bei Ihrer Sammelstelle kurz nach, was Sie zur Abgabe beachten müssen.

5. Papier und Daten

Alte Akten, Kontoauszüge, Verträge – Papier ist gut recycelbar, aber persönliche Daten sollten vorher vernichtet werden. Bei größeren Mengen lohnt ein Aktenvernichtungsdienst; kleinere Mengen gehen durch den Schredder. Computer und Handys vor der Abgabe löschen oder Datenträger ausbauen.

6. Kurze Wege

Nachhaltig entsorgen heißt auch: nicht quer durch das Land fahren. Wir nutzen Wertstoffhöfe und Annahmestellen in der Region Stuttgart und legen Termine in derselben Gegend nach Möglichkeit zusammen, damit keine Leerfahrten entstehen. Das spart Kilometer, Zeit und CO₂.

Was Sie selbst tun können

  • Vor der Entrümpelung Angehörige und Nachbarn fragen, wer etwas übernehmen möchte.
  • Brauchbares und Unbrauchbares getrennt stellen, wenn Sie Zeit dafür haben.
  • Farben, Lacke, Batterien und Leuchtstoffröhren getrennt sammeln und selbst bei der Sammelstelle abgeben.
  • Bei der Beauftragung nachfragen, was mit den Sachen passiert – und sich nicht mit „das kommt alles in den Container“ zufriedengeben.

Mehr zu unserem Vorgehen lesen Sie auf der Seite Nachhaltigkeit. Sie planen eine Entrümpelung in Stuttgart oder Umgebung? Fragen Sie eine kostenlose Besichtigung an.

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